Burkina Faso wird unterstützt vom Kirchenbezirk Böblingen

Ouagadougou (Obervolta), 1970

Der junge Dorfpfarrer Samuel Yaméogo bemühte sich vergebens Gelder zu bekommen, um der neugebauten Dorfschule ein Wellblechdach zu geben. Seine Kirche hatte kein Geld, seine Regierung auch nicht, die Bevölkerung war arm. So machte sich der Pfarrer auf den Weg in die Hauptstadt Ouagadougou und schöpfte Hoffnung nach einem Besuch in der Deutschen Botschaft, denn dort machte man den Gemeindepfarrer auf Brot für die Welt in Stuttgart aufmerksam.

Stuttgart 1970

Pfarrer Yaméogo hatte Erfolg. Brot für die Welt zahlte das Dach für die Schule. Dabei entstand erstmalig Kontakt zwischen dem deutschen Hilfswerk und der jungen afrikanischen Kirche, die bis dahin völlig unorganisiert war.

Böblingen/Sindelfingen 1970

Fünf Gemeinden des Evangelischen Kirchenbezirks Böblingen erklärten gegenüber Brot für die Welt, dass sie nicht nur spenden wollen, sondern auch eine Beschäftigung mit den Problemen des Empfängerlandes angestrebt werde. Sofort war Obervolta im Gespräch und Ende 1970 wurde der Dorfpfarrer Yaméogo von Brot für die Welt nach Deutschland eingeladen und berichtete im Kirchenbezirk Böblingen über sein Land. Der erste Kontakt war hergestellt, eine Partnerschaft begann.

3 Säulen tragen die Partnerschaft:

  1. Öffentlichkeitsarbeit und Bildung.
  2. Begegnungen und Kontakte.
  3. Finanzielle Hilfe.

Böblingen / Ouagadougou 2010

  • Wechselseitige Begegnungsreisen sind selbstverständlich.
  • Die Mangoaktion hat 2010 einen Reinerlös von über 111.000 € erzielt (Gesamterlös aller 22 Mangoakt.: 1.25 Mio. € ). Zusätzlich werden weitere Projekte mit einem Volumen von jährlich 60.000 € finanziert.
  • Die Bildungssituationen in Burkina Faso verbessert sich zunehmend. Die Evangelische Kirche hat 115 eigene Schulen. Konnten 1970 nur 15% aller schulpflichtigen Kinder eine Grundschule besuchen, so sind es heute 35%.
  • Die Partnerschaft feiert den 40. Geburtstag. Das Motto: „Kein Weg ist zu weit mit einem Freund an deiner Seite“.

(Karl-Heinz Münch; v.d.Red. gekürzt)

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Aus dem Gemeindebrief Weihnachten 2010