Grüner Gockel Zertifikat um 4 Jahre verlängert


Am 27. Juli 2016 war es endlich soweit. Nach ein paar Verzögerungen und Nachbesserungen erhielt die Kirchengemeinde von der IHK Stuttgart die Bestätigung, dass unsere EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) Eintragung verlängert wurde. Dem vorausgegangen war die Erarbeitung der Umwelterklärung 2016 -2020 und die Prüfung unseres Umweltmanagement-Systems durch den Umweltgutachter des Beratungsunternehmens KPMG.


Was steht in unserer Umwelterklärung?
Die Umwelterklärung für die nächsten 4 Jahre ist das zentrale Dokument in dem wir beschreiben, wie  die Gemeinde aufgestellt ist, welche Gebäude und Einrichtungen wir betreiben, welche ökologischen und energetischen Maßnahmen wir in der Vergangenheit umgesetzt haben und welche Maßnahmen wir uns für die Zukunft vorgenommen haben um unsere Umweltbilanz weiter zu verbessern. Sie umfasst 26 Seiten. Hier einige „Highlights“ aus der Umwelterklärung:

  • Verbräuche an Wärmeenergie, Strom und Wasser sind zwischen 2011 und 2014 ganz wesentlich reduziert worden. Dementsprechend wurden die gesamten CO²-Emissionen der kirchlichen Gebäude um 20 % reduziert. (Durch die Renovierung des Johannes-Brenz-Hauses müssen wir die Jahre 2015 und 2016 bei Vergleichen aussparen).
  • In den Gebäuden wurden Heizungssteuerungen und –Einstellungen optimiert, neue Heizpumpen eingebaut, Schwachstellen bei der Isolierung der Gebäude mittels Wärmebildkamera gesucht und soweit möglich beseitigt.
  • Durch Aufklärung der Nutzer der kirchlichen Räume versuchen wir, zum Energiesparen anzuregen.
  • Auf dem Dach der Johanneskirche wurde eine Photovoltaik-Anlage installiert.
  • Trotz aller dieser Erfolge bleibt noch Einiges zu tun. Dementsprechend gibt es eine Liste von Maßnahmen die wir uns für die nächsten 4 Jahre vorgenommen haben:
  • Unter der Überschrift Bewusstseinsbildung wird es darum gehen, mehr für den Umweltschutz zu werben und durch geeignete Angebote (Vorträge, Gottesdienste, Info-Veranstaltungen) auf unsere Verpflichtung zur Bewahrung der Schöpfung aufmerksam  machen.
  • Wir wollen uns über die Kirchengemeinde hinaus in der Stadt engagieren und Aktionen unterstützen die unseren Schöpfungsleitlinien entsprechen (Nachhaltigkeitstage des Landes, Ökofaire Stadt Holzgerlingen, Faire Kirchengemeinde Holzgerlingen, usw.).
  • Weitere Maßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlagen und zur Energieeinsparung in den Gebäuden.   
  • Im Kindergarten und in der Johanneskirche versehen noch zwei veraltete Ölheizungen ihren Dienst. Mittelfristig sollten sie durch moderne, mit erneuerbarer Energie betriebene Heizungen ersetzt werden.

Falls Sie interessiert sind, unsere Umwelterklärung mit allen Details kennenzulernen, finden Sie die komplette Datei in der Homepage der Kirchengemeinde. Alle Gemeindeglieder, deren E-Mail-Adresse im Sekretariat hinterlegt ist werden wir eine Kopie per Mail zukommen lassen. Um Papier und Kosten zu sparen werden wir nur eine begrenzte Anzahl als Broschüre in den beiden Gemeindehäusern auslegen.


Wir handeln fair im Kirchenalltag!

Unter der Federführung der Aktion „Brot für die Welt“ gibt es die Möglichkeit, als Kirchengemeinde der Initiative „Faire Gemeinde“ beizutreten. Der KGR hat auf Vorschlag des Umweltteams beschlossen, dies zu tun. Mit der praktischen Umsetzung befasst sich das Umweltteam in den nächsten Monaten. Als Grüne-Gockel-Gemeinde sind wir natürlich ein logischer Kandidat für dieses Prädikat.

Dabei gilt es eine Reihe von Kriterien zu erfüllen und diese entsprechend zu dokumentieren. Solche Kriterien sind zum Beispiel:

  • Bezug von Ökostrom
  • Verkaufsstelle für faire Produkte
  • fairer Umgang mit Ressourcen (Grüner Gockel)
  • Müllvermeidung
  • faire Bewirtung
  • Recyclingpapier

Haben wir einige der Kriterien erfüllt, schicken wir Belege dafür an die Landesstelle Brot für die Welt Württemberg und erhalten nach deren Prüfung hoffentlich die Plakette „Faire Gemeinde“. Mehr Details dazu im Internet unter www.gemeinden-handeln-fair.de.
Mit diesen Informationen rund um den Grünen Gockel in Holzgerlingen möchten wir Sie auf dem Laufenden halten. Wenn Sie interessiert was in der Landeskirche zum Thema Umwelt passiert, besuchen Sie doch mal diese Seiten im Internet: www.umwelt.elk-wue.de