Einmal im Monat trifft sich der Seniorennachmittag. Diese Vier sorgen für einen reibungslosen Ablauf: Else Weber, Irene Wolfer-Renz, Siegrid Sommer und Helga Weigand

Die Arbeit fängt bei dem Blumen-Tischschmuck an, geht über die Anfertigung der Geburtstagsgrußkarten und übers Kaffeekochen und Ausschenken, auch andere Getränke. Dazu gibt es den leckeren Holzgerlinger Hefezopf, Hörnchen und Brezeln. Danach steht noch das Geschirrspülen und das Saubermachen von Küche und Saal an. Zwei mal im Jahr gibt es ein Redaktionskonferenzchen, um die Arbeit zu überdenken und vor allem um neue Referenten zu suchen.

Die geistliche Betreung in Form einer Andacht übernimmt freundlicherweise die Pfarrerschaft der ev. Kirchengemeinde.

Wir freuen uns auch über die Unterstützung beim Singen durch die Klavierbegleitung durch verschiedene Organistinnen.

Fahrdienst mit dem roten Kirchbus zu diesen Altenkreisveranstaltungen haben:
Dieter Sommer, Ernst Lasi und Franz Schwarz.

Allen herzlichen Dank für ihren Dienst!

(2010) 40 Jahre Altenkreis

Seit 1970 gibt es in unserer Gemeinde Seniorenarbeit. Zum 40. Geburtstag dieses Kreises gehören Musik und Gäste, Grüße und Geschenke, Erinnerungen und Kaffetrinken. Und all das füllte auch unseren Nachmittag aus.

Von den Frauen, die schon vor 40 Jahren beim „AK“ mitgearbeitet haben, konnten wir im Interview erfahren, dass der Altenkreis ein Kind der Johanneskirche ist und erst später aus Platzgründen ins Johannes-Brenz-Haus verlagert wurde. Der Anfang ist mit der alten Holzkirche verbunden, die von 1964 bis Ostern 1976 der Gemeinde als Versammlungsort in der Bühlenstraße diente. In diesem Holzkirchlein gab es weder Wasser noch Toiletten, und so bat schon Pfarrverweser Kallenberger die Nachbarin Elise Renz um den Dienst, Kaffee in ihrem Haus gegenüber zu kochen. Tasse und Teller hatten die Besucher selbst mitzubringen. In der kalten Jahreszeit traf man sich auch gerne in den warmen Stuben der Gemeindeglieder in der Umgebung – kalte Füße bekam man in dem Holzkirchlein nämlich schnell. Diese Treffen für ältere Gemeindeglieder fanden aber erst ab dem Jahr 1973 regelmäßig und monatlich statt.

Lydia Müller, die erste Leiterin dieser Arbeit, erinnert sich in ihren Aufzeichnungen:
„So waren wir (=die Frauen des Frauenkreises), es war kurz nachdem Pfarrer Wagner hier aufzog, im Jahr 1973, einmal im Haus von Erne Thoma im Meisenweg. Pfarrer Wagner war auch dabei. Er meinte während des Gesprächs, >dass eigentlich ein Frauenkreis eine Aufgabe brauche<. Er habe vor, einen regelmäßig stattfindenden Altenkreis aufzubauen… ob wir da nicht eine Aufgabe als Frauenkreis übernehmen wollten… Wir waren gerne dazu bereit.“

Von den Mitarbeiterinnen dieser ersten Stunde konnten wir die Damen Martha Renz, Elfriede Renz, Marga Renz, Käthe Hölzl und Ruth Grausam unter uns begrüßen. Pfarrer Wagner konnte der Einladung leider nicht nachkommen. Er grüßte uns schriftlich mit dem Lied von Jochen Klepper: „Ja, ich will euch tragen bis zum Alter hin“ (EG 380).

Dr. Dieter Schittenhelm für die Stadt und Pastoralreferentin Christiane Breuer für die katholische Kirchengemeinde grüßten das Geburtstagskind persönlich. Ein Chor ehemaliger und gegenwärtiger Mitarbeiterinnen überbrachte das Geburtstagsständle: Lieder von damals, darunter auch „Mei Kaffeele“ und das „Holzgerlinger Geburtstagslied.“

Dieter Sommer nahm uns mit seinen Bildern mit auf die Reise in die Vergangenheit des „AK“. Viele liebe und bekannte Gesichter wurden erkannt, die uns schon vorausgegangen sind oder nicht mehr kommen können. Lydia Müller übergab die Leitung 1983 an Erika Dieterle, die bis 2004 mit großem Engagement diese Aufgabe versah.

Heute ist es ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem der AK sein reges Leben verdankt. Ihnen wurde mit einem kleinen Präsent herzlich gedankt. Am meisten freut sich die Mitarbeiterschaft über viele Besucher.

Wer die 70 im Visier oder passiert hat, ist herzlich eingeladen. Man braucht sich übrigens nicht alt zu fühlen, um dabei sein zu können. Schön, dass es den „AK“ gibt. Hoffentlich noch lange.

Aus dem Gemeindebrief Erntedank 2010