Photovoltaikanlage

Sonnenernte auf dem Dach der Johanneskirche

Seit Mitte Juni 2012 wird Strom vom Kirchendach ins Netz gespeist. Sozusagen „auf den letzten Drücker“ wurde Ende März 2012 die Anlage auf dem Dach der Johanneskirche installiert. Dies war wichtig, da ab 1. April diesen Jahres die Einspeisevergütung laut Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) reduziert wurde. So konnten wir uns noch die alte, höhere Vergütung sichern.

Hier einige Daten zur Anlage:

  •         100 qm Modulfläche, 17 KWp Leistung, 16 400 KW Strom pro Jahr
  •         Einsparung von 10 to Kohlendioxyden pro Jahr
  •         Vergütung von 24,43 Cent pro Kilowattstunde für die nächsten 20 Jahre

Allerdings fließt der erzeugte Strom erst seit Mitte Juni tatsächlich ins Netz, da die EnBW als Abnehmer erst dann die Voraussetzung dafür geschaffen hatte.

Wenn Sie sich ein Bild von der aktuellen „Ernte“ der Anlage und den aufgelaufenen Daten, auch in graphischer Form, machen wollen, gehen Sie bitte auf folgenden Link der Ökumenischen Energiegenossenschaft Bad Boll: http://www.oekumenische-energiegenossenschaft.de/datenlogger/holzgerlingen/visualisierung/

Die Anlage auf dem Dach der Johanneskirche ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Holzgerlingen und der Ökumenischen Energiegenossenschaft Baden-Württemberg. An der im Herbst 2009 gegründeten Ökumenischen Energiegenossenschaft (ÖEG) können sich alle beteiligen, die etwas gegen die absehbaren Klimaveränderungen aufgrund des übermäßigen CO2-Ausstoßes tun wollen. Das kirchliche Motto „Die Schöpfung bewahren“ soll sich damit praktisch auswirken.

Ziel der ÖEG ist es, das große Potential an bisher ungenutzten Dachflächen im Bereich kirchlicher Einrichtungen, etwa bei Heimen, Tagungsstätten, Verwaltungsgebäuden, Krankenhäusern, aber auch auf Kirchen, Gemeinde- und Pfarrhäusern für eine nachhaltige energetische Nutzung zu erschließen. Die ÖEG will Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen dabei unterstützen, aktiv eigene Wege in eine umwelt- und sozialverträgliche Energieerzeugung zu beschreiten und zu finanzieren.

Die Geschäftsform der Genossenschaft ist bewusst gewählt worden, um möglichst vielen Menschen eine Beteiligung an erneuerbarer Energiegewinnung bei kirchlichen Liegenschaften anbieten zu können. Bereits mit 100 € Mindesteinlage haben Mitglieder ein Stimmrecht. Wer dringend sein Geld wieder benötigt, erhält seine Anteile mit einer Frist von maximal einem Jahr in voller Höhe wieder zurück – in der Regel aber „postwendend“.

Die ersten Projekte sind bereits realisiert, u.a. auch in Holzgerlingen. Ein zentrales Anliegen bei der Errichtung neuer Anlagen ist es – auch im Interesse einer Identifikation vor Ort – neue Genossenschaftsmitglieder aus der jeweiligen Projektgemeinde zu finden – so auch im Umfeld der Evangelischen Kirchengemeinde Holzgerlingen. Derzeit zählt die ÖEG etwa 220 Mitglieder, darunter auch Kirchengemeinden und Kirchen.

Die Ökumenische Energiegenossenschaft sucht weiterhin nach Kapitalgebern bzw. Genossen, um weitere Anlagen realisieren zu können. Informationen dazu unter www.oekumenische-energiegenossenschaft.de