{elk-wue}  Home   Inhalt   Impressum 

  Evangelische Kirchengemeinde Holzgerlingen
 Aktuell   Gemeinde   Pfarrer   Häuser   Diakonie   Mission   Themen 

Mission
Costa Rica
Paraguay
HeimStatt
Tschernobyl
China
Brasilien
Sambia
Kapstadt
Burkina Faso

Holzgerlinger Angehörige in der Mission

Familie Vichel in Brasilien

Eine Schwester unserer Kirchengemeinderätin Erika Schick ist Helene Vichel. Sie und ihr Mann Wilhelm verbringen ihren tätigen Ruhestand dort, wo sie 35 Jahre in der Mission gearbeitet haben: im Süden von Brasilien. Sie waren ausgesandt von der Missionshilfe Lemgo.
Inzwischen ist auch die nächste Generation dort tätig:

  • Sohn Carlos ist als Pfarrer bei der dortigen Kirche angestellt, verheiratet mit Heide, einer Diplom-Sozialpädagogin aus Deutschland (Foto).

  • Tochter Ruth ist Physiotherapeutin, verheiratet mit dem Brasilianer Jaime Dhein, der als Pfarrer bei der dortigen Kirche angestellt ist.


Zum geistlichen Beistand gehört auch tätige Hilfe

Wo sie Not sehen, greifen sie zu und helfen mit kleineren und größeren Projekten. Durch die direkte Beziehung und regelmäßige Besuche wissen wir unmittelbar, dass Ihre Spenden vor Ort an die richtigen Leute kommen.

Unterstützung bitte an: „IFMG Freundeskreis TABITA“

  • Konto Nr. 204 7181, bei der Sparkasse Osnabrück, BLZ 265 501 05, oder

  • Konto 514 638 5900 bei der Oldenburgischen Landesbank, BLZ 265 200 17.

Der IFMG-TABITA-Freundeskreis ist vom Finanzamt Osnabrück Land als gemeinnützig anerkannt. Spenden sind daher steuerlich abzugsfähig.

Sachspenden können (nach Rücksprache) auch direkt an Erika Schick gegeben werden.

Auch der Verkauf gebastelter Sachen auf dem Marktplatz wird für diese Arbeit verwendet. Danke an alle, die immer wieder mit Geldspenden, Kleidungsstücken und Spielsachen den Ärmsten in Brasilien helfen und Freude bereiten.

Familie Dhein

Seit 2004 sind sie in Petrolandia im Staat Santa Catarina im Süden Brasiliens. Jaime ist als Pastor der evangelischen Kirchengemeinde verantwortlich für die Gottesdienste, 12 Hausbibelkreise, Jugendarbeit und andere Dienste.

Die Gottesdienste sind mit 500 Personen gut besucht. Die Menschen kommen von nah und fern mit Autos, Traktoren, Fahrrädern, Motorrädern und zu Fuß. Oft nehmen drei Generationen teil. Die Kinder werden während der Predigt extra von einigen Helfern betreut. Ruth leitet diese Arbeit: 70 Kinder kommehn sonntags zusammen. Die Gemeinde elgt besonderen Wert auf Kinder- und Jugendarbeit.

In dieser Gemeinde leben viele Deutschstämmige, die einen kleinen Bauernhof besitzen. Viele dieser Menschen sind sehr arm und brauchen Zuspruch und Hilfe, besonders bei Krankheitsfällen und Missernten.

Familie Dhein ist dankbar für alle Fürbitte und Hilfe.

Das Elim-Hausbauprojekt

Dieses Projekt in Camaqua, ihrem früheren Wirkungsort, wurde von Familie Jaime Dhein ins Leben gerufen: Für Kinder in bedürftigen Familien aus den Favelas (Slum-Hütten) werden einfache Häuser gebaut. Die Kosten für ein Haus betragen 1500 €. Aus Holzgerlingen wurden durch Spenden des Frauentreffs und von privater Seite ein halbes Haus finanziert.

Familie Carlos Vichel: Reha-Zentrum

Bild rechts: Carlos Vichel mit Heide

Rio do Sul ist eine Stadt in Santa Catarina mit 60.000 Einwohnern. Die Mehrzahl der Bewohner sind Nachkommen deutscher und italienischer Einwanderer. Die ev.-luth. Kirchengemeinde mit Pastor Carlos Vichel führt hier ein Krankenhaus mit einer Drogen- und Alkoholentgiftungsabteilung. Als Ergänzung dazu dient das Therapiezentrum:

Am 5. Oktober 2006 wurde das Therapiezentrum für Drogen und Alkoholabhängige Männer “Comunidade Terapêutica Veredas – COTEVE” gegründet. In einem Gottesdienst am 8. Oktober 2006 wurde der Vorstand eingesegnet. Seit Januar 2007 werden die ersten Alkoholabhängigen behandelt.

Im Bild links in der Mitte Aldo Reinke, Direktor der COTEVE, und Walburg Piske, Psychologin, zusammen mit zwei Patienten der COTEVE.

Die Notwendigkeit einer solchen Arbeit ist sehr groß, da die Problematik des Alkohols und der Drogen immer mehr zunimmt. In einem Zeitraum vom etwa 6 Monaten werden dem Patienten ermöglicht:

  • Soziale Eingliederung durch das Erlernen einer Arbeit

  • Beschäftigungstherapie

  • Gesprächstherapie

  • Diskussionsrunden mit anderen Betroffenen, in denen der Patient auf eine lebenslange Phase strenger Abstinenz vorbereitet werden soll

  • Unterstützung für Ehepartner, Familie bzw. enge Bezugsperson des Betroffenen

  • Nicht nur vertiefte psychologische, sondern auch vertiefte geistliche Betreuung.

Bilder links: Zimmereinrichtung und Essraum

Bild rechts: COTEVE in der Blütezeit der Hortensien

Das Reha-Zentrum liegt 15 km von der Stadt Rio do Sul entfernt. Das Grundstück mit 109.100 m wurde der Gemeinde von Frau Alita Noveletto, einem Gemeindemitglied, geschenkt. Das Renovieren des Hauses und der Anbau (60 m²) kostete 13.000 Euro, die wir grösstenteils aus der Gemeinde Holzgerlingen kamen.

Brief von Carlos Vichel im März 2009

Liebe Gebetsfreunde und Träger der COTEVE!

Wir möchten Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung unserer COTEVE durch Gebet sowie auch durch Ihre Spenden danken. Einen besonderen Dank auch an die Evangelische Kirchengemeinde Holzgerlingen, die unsere Arbeit als Missionsprojekt unterstützt. Wir möchten Sie ein wenig teilhaben lassen, was im letzten Jahr in der COTEVE geschehen ist.

Seminar mit Andreas Vichel

Im Februar des letzten Jahres hatten wir Andreas Vichel zu Gast aus Deutschland. Andreas ist Leiter des Sozialwerkes der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Malchin Teterow e.V. und arbeitet dort in der Suchtkrankenhilfe. Wir danken ihm sehr, dass er bereit war, seine Erfahrungen in dieser Arbeit an uns weiterzugeben. So konnte er hier eine Schulung für das Mitarbeiterteam der COTEVE durchführen.

Daneben veranstaltete er auch ein Seminar in unserer Kirchengemeinde, in dem zunächst auf die Wichtigkeit einer positiven Aufnahme der Suchtkranken in der Gemeinde hingewiesen und dazu eingeladen wurde, in der Gemeinde eine Gruppe für Suchtkranke zu gründen. Er stellte heraus, wie Jesus selbst immer wieder die Randgruppen der Gesellschaft aufgesucht hat und uns damit ein Beispiel war. So war es Ziel von Andreas, ehrenamtliche und engagierte Gemeindemitglieder in seinem Seminar im Umgang mit Suchtkranken auszubilden.

Wie sieht die Arbeit mit dem Drogenabhängigen bei uns aus?

Die Patienten kommen freiwillig zur COTEVE oder werden von der Familie geschickt. Die Therapie dauert 6 Monate. Leider brechen einige sie vor dem Ende ab, da dem Patienten oft von Familienangehörigen zu verstehen gegeben wird, dass er sich aus eigener Kraft von der Krankheit lösen kann.

In der COTEVE werden die Patienten einzeln und in Gruppenarbeit therapiert. Daneben finden Zusammenkünfte mit den Familien statt, um sie über den Zustand des Familienangehörigen zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, über ihre eigenen Ängste, Nöte und Hoffnungen zu sprechen.

Bild rechts: Psychologin Walburg und ihre Gruppenarbeit mit den Familien der Patienten

Die COTEVE kann zur Zeit bis zu 8 Patienten aufnehmen. Zum Mitarbeiterteam gehören neben den Festangestellten wie Direktor sowie drei weitere Begleiter auch eine Gruppe von qualifizierten Ehrenamtlichen, zu denen zwei Psychologinnen, ein Arzt und die Pastore gehören.

Finanziell trägt sich die Arbeit hauptsächlich durch Spenden aus unserem Umfeld. Die Kosten betragen pro Patient etwa monatlich 280 Euro. Die meisten Patienten können kaum die Hälfte dieser Summe bezahlen. Da wir momentan keine Staatliche Hilfe bekommen, sind wir völlig auf Spenden angewiesen. Durch den Gemüseanbau, den die Patienten mitversorgen, werden die täglichen Kosten ein wenig verringert.

Bild links: Gemüseanbau mit Hilfe der Patienten

Ein besonderer Dank!

Wir danken im besonderen Gott, dass Er uns die Möglichkeit dieser Arbeit geschenkt hat. Die Sucht ist ein immer grösser werdendes Problem, dem wir gegenüber treten müssen. Einige unserer Patienten haben ihre Therapie vorzeitig abgebrochen, aber andere wiederum haben sie nach 6 Monaten erfolgreich beendet und leben heute ein anderes Leben. Sie kommen auch nach Abschluss der eigentlichen Therapie immer noch in die Gruppe, um sich Orientierung und Hilfe zu holen.

Ende diesen Jahres wurde von der Zollbehörde Brasiliens ein Container für die COTEVE freigegeben mit Wahren, die illegal ins Land eingeführt wurden. Diese Ware wurde zugunsten der COTEVE verkauft, so dass eine Summe von etwa 30.000 EURO für das zukünftige Therapie-Gebäude der COTEVE einkam.

Gebetsanliegen

Bitte betet für das Mitarbeiterteam, dass sie immer wieder neue Motivation und Weisheit für ihre Arbeit erhalten.

Betet für die Suchtkranken, die sich zur Zeit in der COTEVE befinden, dass sie erfolgreich ihre Therapie beenden können.

Die COTEVE hat als nächstes Ziel den Bau eines grossen Therapie-Gebäudes für ca. 30 Patienten. Zur Zeit sind die finanziellen Mittel dazu noch nicht vorhanden. Bitte betet auch für die Realisierung dieses Projektes, so dass noch mehr Suchtkranke Hilfe finden können.

Liebe Gebetsfreunde und Spender,

Wir möchten an dieser Stelle einen ganz besonderen Dank an Sie aussprechen. Sie beten für diese Arbeit, sie haben Ihre Zeit in Form von Bazaren investiert und sie helfen finanziell, dass sich die Arbeit der COTEVE realisieren darf. Gott hat die COTEVE gesegnet. Bitte denken Sie auch weiterhin an diese Arbeit, an diese Menschen, die so sehr Hilfe benötigen.

Gott möge Sie reich segnen.

Mit ganz herzlichen Grüßen, Ihre Carlos und Heide Vichel