Virtueller Osterweg

Ostern kommt - und es gilt das Kontaktverbot. Wir sind verpflichtet Menschenansammlungen zu vermeiden. Aber, wenn wir uns schon nicht gemeinsam und zusammen draußen auf den Weg machen können, so können wir doch den Osterweg für uns alleine vor dem Bildschirm erleben. Wir können die Texte und Bilder auf uns wirken lassen und die frohe Botschaft von Ostern auf eine andere Art erfahren.

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Wer ist Jesus?

Von der Geburt Jesu in einem Stall in Bethlehem haben wir gehört.

Aber wie ging es weiter mit ihm?

Als Zwölfjähriger darf er zum ersten Mal nach Jerusalem zum Passahfest mitkommen. Seine Eltern finden ihn am dritten Tag im Tempel.
Dort stellt er den Lehrern Fragen und gibt selbst Antworten.

Als Erwachsener lädt er Menschen ein mit ihm zu gehen: „Kommt mit mir, folgt mir nach! Ihr sollt Menschen zu Gott rufen.“

Mit ihm erleben diese Männer, seine Jünger, Wunder so z.B. die Verwandlung von Wasser in Wein, die Stillung eines Sturmes oder die Heilung eines Gelähmten. 

Jesus Christus, ich habe schon manches von dir gehört, aber ich habe nicht den Eindruck dich zu kennen.

Auf dem Osterweg möchte ich mehr von dir erfahren.
Machst du dich mit mir auf den Weg?

Amen.

Kreuz

Empore im Großen Saal

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Wer bin ich?

Es gibt Tage, da sind wir glücklich, fühlen uns wohl mit unserem Leben und den Entscheidungen, die wir getroffen haben.
Manchmal dagegen schleppen wir uns mühsam durch den Alltag. Nicht immer ist uns klar, was uns die Kraft nimmt.

Hin und wieder stolpern wir über Altlasten: 
Streit, der uns im Unguten auseinander gehen ließ, 
Beziehungen, die in die Brüche gingen, 
Misstrauen, das Spuren hinterlassen hat. 
Aber auch im Heute kommen wir an unsere Grenzen: 
Wir fühlen uns überfordert, sind im Stress, schnell ergibt ein Wort das andere. 
Von der Zukunft wissen wir nicht, was wir erwarten können? 
Werden wir Arbeit haben? 
Gesund bleiben? 
Müssen wir uns sorgen um unsere Familie und unsere Freunde?
Dieser Ballast macht uns müde.

 

Jesus Christus, 
ich schleppe vieles mit mir herum: 
Trauer, Schuld, unerfüllte Träume und mein Versagen. 
Meine Augen möchte ich davor nicht verschließen und sie in der Stille benennen. Bevor ich ausspreche, was mich belastet, weißt du schon um meine Nöte, Ängste und meine Schuld. 
Du kennst mich durch und durch und dennoch gilt dir meine Liebe. Das übersteigt mein Denken. 
Amen.

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Jesus dient mir - Will ich mich bedienen lassen?

Da stand Jesus vom Tisch auf, legte seine Obergewänder ab und band sich ein Tuch um. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, die Füße der Jünger zu waschen und sie mit dem Tuch abzutrocknen.

nach Johannes 13

Jesus Christus,

du lässt dich nicht bedienen, sondern du willst mir dienen, mir die Füße waschen, Gutes tun, mir nahe sein – lässt nicht ein König sich dienen? Dein liebevolles Handeln ist für mich so überraschend anders als erwartet. Danke!

Amen. 

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Die Verleugnung – Petrus versagt … und ich?

Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ihr werdet euch alle von mir abwenden – noch in dieser Nacht.“

Aber Petrus widersprach ihm: „Auch wenn sie sich alle von dir abwenden - ich werde es ganz bestimmt nicht tun!“

Jesus antwortete ihm: „Amen, das sage ich dir: In dieser Nacht, noch bevor der Hahn kräht, wirst du dreimal abstreiten, dass du mich kennst.“

Nach Jesu Gefangennahme wird Petrus mehrfach gefragt, ob er nicht mit diesem Jesus zusammen war. 

Petrus stritt dies ab und sagte: 

„Ich kenne diesen Menschen nicht!“ 

nach Matthäus 26

Jesus Christus,

du kennst mich und weißt um meine Begrenzungen. Vieles möchte ich anders machen, so wie Petrus, und immer wieder scheitere ich an meiner Bequemlichkeit, an meinem Egoismus oder habe wenig Mut zu meinen Überzeugungen zu stehen.

Danke, dass DU zu MIR STEHST.  

Amen.

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Es ist vollbracht - der Weg ist frei

Nachdem sie Jesus ans Kreuz genagelt hatten, warteten sie darauf, dass er starb. Um die Mittagszeit wurde es auf der ganzen Erde finster. Jesus schrie:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Zuletzt sagte er noch: „Es ist vollbracht!“

Dann starb er. In diesem Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang zum Allerheiligsten und die Erde erbebte. Als der römische Hauptmann und die Soldaten das alles sahen, sagten sie:

„Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!“

Matthäus 27 und Johannes 19

Jesus Christus,

du bist den Weg deines Vaters bis zum bitteren Ende gegangen. So hast du den Weg für uns zu Gott, zum Allerheiligsten, freigemacht. Mir fehlen die Worte für das, was du erduldet und erlitten hast um meinetwillen. Unfassbar wie du für meine Schuld leiden musstest.

Danke, dass du mir den Weg zu Gott geöffnet hast.

Amen.

Kreuz

Empore im Großen Saal

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Das Grab - Ist damit alles aus?

Als es spät geworden war, kam ein reicher Mann aus Arimathäa. Er hieß Josef. Er nahm den Leichnam und wickelte ihn in ein Leinentuch. Dann legte er Jesus in seine eigene Grabkammer. Schließlich rollte er einen großen Stein vor den Eingang.

Matthäus 27

Gott,

manchmal fühle auch ich mich in meinem Leben wie in einer Höhle, in die kein Licht mehr dringt.

Die Nachricht vom Tod eines lieben Menschen, eine schlimme Krankheitsdiagnose, das Ende einer Beziehung, eine tiefe Verletzung machen mich wie tot. Das ist nur Fassungslosigkeit und Lähmung, Leere und Schmerz.

Gott,

dir geb ich meine leeren Gedanken, die Dunkelheit in mir, meine Lähmung und Starre. Erbarme dich, steh mir bei und hilf mir eines Tages wieder ins Leben zu finden!


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Enttäuschte Hoffnungen –  Wenn es mir schwer fällt noch zu glauben

Da gingen Maria und die anderen Frauen hinaus und flohen weg von dem Grab, denn sie waren starr vor Angst und Entsetzen. Sie sagten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich.

Matthäus 28

Maria denkt:

„Ich habe ihn verloren. Mit ihm ging meine Zukunft. Kein Wort kann mich erreichen, nicht einmal das eines Engels.“ 

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Es gibt Hoffnung – mitten im Leid der Welt!

Von allen Seiten dringen Schwierigkeiten auf uns ein, 
und doch werden wir nicht erdrückt. 
Oft wissen wir nicht mehr weiter, und doch verzweifeln wir nicht. Wir werden verfolgt, und sind doch nicht verlassen; 
wir werden zu Boden geworfen und kommen doch nicht um. 
Auf Schritt und Tritt erfahren wir am eigenen Leib, was es heißt, am Sterben Jesu teilzuhaben.

Aber gerade auf diese Weise soll auch sichtbar werden, dass wir schon jetzt am Leben des auferstandenen Jesus teilhaben.

Ja, mitten im Leben sind wir um Jesu willen ständig dem Tod ausgeliefert, und eben dadurch soll sich in unserem sterblichen Dasein zeigen, dass wir auch am Leben von Jesus Anteil haben. 

2. Korinther 4

Jesus Christus, Golgatha ist zu Ende, der Kreuzweg aber geht weiter in den unzähligen Leiden der Menschheit und Schöpfung.

In den täglichen Nachrichten sehen wir bittere Not, hören wir schreckliche Botschaften.

Jesus, auch wenn die Frage nicht verstummt: Warum so viel Leid? Warum gerade ich?

Warum greift Gott nicht ein?, sagt doch unser Glaube:

Die Welt ist erlöst, der Tod ist überwunden, weil du, Gekreuzigter und Auferstandener, mit uns leidest und lebst.

Danke, Jesus, für diese österliche Hoffnung. Danke für deine Freundschaft und Treue.

Amen.

nach: Kreuzweg-Erfahrungen

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Gott hat Christus, der ohne Sünde war, an unserer Stelle als Sünder verurteilt, damit wir durch ihn vor Gott als gerecht bestehen können. 

2. Korinther 5

Ein Junge spielt im Wohnzimmer mit dem Ball. Er hat leider noch keine gute Ballkontrolle, kickt den Ball mitten in die Glasvitrine.

Es kracht.

Der Schaden ist groß. Das wird riesigen Ärger geben, wenn die Eltern nach Hause kommen. Der Kleine beginnt zu weinen. Das hört sein großer Bruder im Nebenzimmer und kommt zu ihm.

Er tröstet ihn und sagt: „Keine Angst, ich werde das auf meine Kappe nehmen. Ich sag einfach, ich bin schuld, dann bekommst du keinen Ärger. Ich hab noch was vom meinem Konfirmationsgeld, davon kann ich vielleicht auch den Schaden bezahlen.“

Was für eine tolle Geste! Vielleicht haben wir nicht alle so tolle Geschwister. Aber wir haben Jesus, der genau das und noch viel mehr für uns getan hat. Er steht für uns ein. Springt für uns in die Presche. Er bezahlt am Kreuz mit seinem Leben für das, was wir verbockt haben.

Luther nennt das den „fröhlichen Wechsel“.

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Paulus fragt:

Wie können einige von euch behaupten, eine Auferstehung der Toten gibt es nicht?

1. Korinther 15

Paulus erklärt:

Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann kann ja auch Christus nicht auferstanden sein.

Wenn aber Christus nicht von den Toten auferweckt wurde, ist euer Glaube nichts als Selbstbetrug, und ihr seid auch von eurer Schuld nicht frei.

Ebenso wären auch alle verloren, die im Glauben an Christus gestorben sind.

Wenn der Glaube an Christus uns nur für dieses Leben Hoffnung gibt, sind wir die bedauernswertesten unter allen Menschen.

Tatsächlich aber ist Christus als Erster von den Toten auferstanden.

So können wir sicher sein, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden. 
        

1. Korinther 15

 
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Der Einzug in Jerusalem – Der König kommt!

Der Leidensweg Jesu beginnt in Jerusalem. Jesus geht mit den Jüngern zum Passahfest. Viele Menschen sind auf dem Weg dorthin.

Als Jesus in die Nähe der Stadt kommt, setzt er sich auf einen Esel. Die Menschen legen ihre Mäntel auf den Weg und schwenken Palmzweige.

Sie rufen:

„Jetzt kommt der König, auf den wir warten!
Gott hat ihn geschickt.
Gelobt sei Gott in der Höhe!“

nach Matthäus 21

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Das Abendmahl - Jesus lädt mich ein.

Am Abend feierte Jesus mit seinen Jüngern das Passahmahl. Er nahm das Brot, um es an die Jünger auszuteilen. Das tat bei diesem Fest jeder Vater in seiner Familie. 

Er sagte: 

„Nehmt und esst! Dieses Brot ist mein Leib.
Ich sterbe für euch, damit ihr leben könnt.“

Dann nahm er den Becher mit Wein und sagte:
„Trinkt alle daraus! Das ist mein Blut.
Ich vergieße es für euch. 

Daran sollt ihr Gottes Liebe erkennen.
Er vergibt euch alle eure Sünden.“

Matthäus 26

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Einsam und verlassen – Jesus … und ich?!

Nach dem gemeinsamen Mahl ging Jesus mit seinen Jüngern in einen Baumgarten vor der Stadt. Dort wollten sie übernachten.

Jesus sagte zu seinen Jüngern:

„Bleibet wach und betet mit mir.“

Aber die Jünger waren müde und schliefen ein. Jesus ging tiefer in den Garten hinein und betete zu Gott:

„Mein Vater, hilf mir! Ich habe Angst. Wenn es sein kann, erspare mir das bittere Leiden! Laß mich noch nicht sterben! Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

nach Matthäus 26

 

Jesus Christus,

obwohl du deine Freunde bittest, dir in deinen letzten schweren Stunden beizustehen, mit dir zu wachen und zu beten, lassen sie dich im Stich und du erlebst Stunden der tiefen Einsamkeit. Das alles erduldest du für mich. Obwohl du gerne leben würdest, überlässt du Gott die Entscheidung über dein Leben. Ich möchte Vertrauen lernen um zu sagen:

Aber nicht wie ICH WILL, sondern wie DU WILLST.

Amen.

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Simon von Kyrene - Ein Fremder ist zur Stelle

Als Jesus zu den Jüngern zurück kam, sah er Soldaten mit Fackeln in den Garten kommen. Er weckte die Jünger auf. Die Soldaten packten Jesus, führten ihn ab und brachten Jesus zum Obersten Priester, dann zum römischen Statthalter Pilatus. Nur Pilatus konnte ihn zum Tod verurteilen. Er hielt Jesus für ungefährlich, aber die Volksmenge wollte seinen Tod. Pilatus gab nach und entschied sich dafür, Jesus kreuzigen zu lassen.

Nachdem Jesus gegeißelt und geschlagen wurde, führten ihn die Soldaten zur Kreuzigung, dabei musste er das Kreuz selber tragen. Als sie die Stadt verließen und Jesus unter der Last des Kreuzes zusammenbrach, zwangen die Soldaten einen Mann aus Kyrene mit Namen Simon für Jesus das Kreuz zu tragen.

nach Lukas 22 + 23

Jesus Christus,

als Sohn Gottes wirst du selbst zum Kreuzträger; dein Kreuz und Leid drückt, wird dir zu schwer. Du lässt dir von Simon, dem Afrikaner, helfen. Wo werden wir hineingezogen, ohne eine Wahl zu haben? Hilf, dass auch wir einander helfen, unser Kreuz zu tragen, das uns drückt oder sogar zusammendrückt. Gib uns den Mut, dass wir uns helfen lassen beim Tragen unseres Kreuzes.

Amen.

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Der Gute Hirte - Jeus steht für mich ein

Jesus sagt:

„Ich bin der gute Hirte.

Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben und sie werden nimmermehr umkommen und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“

Johannes 10

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 
Er weidet mich auf einer grünen Aue 
und führet mich zum frischen Wasser. 
Er erquicket meine Seele und führet mich auf rechter Straße 
um seines Namens willen. 
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal fürchte ich kein Unglück, 
dein Stecken und Stab trösten mich. 
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. 
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang 
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Psalm 23

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Maria Magdalena und die andere Maria sahen nach dem Grab, als der Sabbat vorüber war. Der Stein vor dem Grab war weg, plötzlich schwankte der Boden und ein Engel Gottes kam vom Himmel und sprach:

„Ihr braucht keine Angst zu haben. Ich weiß, dass ihr Jesus von Nazareth sucht. Er ist nicht hier. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Er lebt!“

Matthäus 28

Der Herr ist auferstanden.

Er ist wahrhaftig auferstanden.

Amen.

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Auf dem Weg nach Emmaus - Jesus geht mit

In diesem Moment fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen und sie erkannten ihn.

Lukas 24

Zwei Jünger sind unterwegs von Jerusalem in das Städtchen Emmaus. Sie sind deprimiert und verstehen die Welt nicht mehr. Warum musste Jesus sterben? Warum hat er sie verlassen? Da gesellt sich ein Fremder zu ihnen. Er geht mit ihnen und beginnt ein Gespräch. Er nimmt sich Zeit für sie, geht auf ihre Sorgen ein und erklärt ihnen anhand von Bibelstellen, warum es kommen musste, dass Gottes Sohn leiden und sterben musste. Er nimmt die Einladung der beiden an und bleibt zum Essen. Dabei bricht er das Brot und dankt Gott - genauso wie es Jesus immer getan hat.

Da erkennen sie ihn!

Jesus Christus, 

wie oft geht es uns genauso! 
Wir fühlen uns alleingelassen und können deine Wege nicht verstehen. 
Dabei bist du uns so nahe und gehst mit uns auf unserem Lebensweg. 
Du redest zu uns und willst uns unsere Zweifel und Sorgen nehmen. Doch wir erkennen Dich nicht - nehmen Dein Wirken nicht wahr. 
Gib Du uns immer wieder Momente, in denen es uns wie Schuppen von den Augen fällt, und wir erkennen können, 
dass Du die ganze Zeit schon bei uns warst und auch in Zukunft mit uns gehen willst. 
Danke, dass Du mit mir auf dem Weg bist. 
Amen.

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Im Angesicht des Todes – Die letzten Worte

Jesus sprach: „Es ist vollbracht!“

Und neigte das Haupt und verschied.

Johannes 19

Jesus Christus,

deine letzten Worte erzählen von deiner großen Liebe zu den Menschen und deinem Vertrauen zu Gott, dem Vater.

Was werden die Worte und Taten sein, an die man sich erinnert, wenn ich gehen werde?

Herr, lehre mich bedenken, dass ich sterben muss, auf dass ich klug werde.

Amen.

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Hast du mich lieb? - Die neue Chance

Jesus fragt Petrus: „Hast du mich lieb?“
Petrus antwortet: „Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, dass ich dich lieb habe.“
Darauf spricht Jesus zu ihm: „Weide meine Schafe!“

Johannes 21

Petrus hatte Jesus verleugnet. Drei Mal hatte er behauptet, Jesus nicht zu kennen. Jetzt steht der Auferstandene vor ihm. Dieser hält ihm keine Standpauke, verurteilt ihn nicht und kündigt ihm nicht die Freundschaft.

Er fragt einfach nur drei Mal: „Hast du mich lieb?“

Was will er damit aussagen? Geht es ihm am Ende gar nicht in erster Linie darum, wie gut es seinen Nachfolgern gelingt den Weg mit ihm zu gehen? Geht es ihm vielmehr um die Herzenseinstellung - um ein Herz, das ihn liebt?

Als er dieses bei Petrus entdeckt, sagt Jesus ja zu ihm: „Weide meine Schafe!“, d.h. „Arbeite wieder für mich! Folge mir nach!“

Sein Versagen ist vergeben und vergessen, er bekommt eine neue Chance!

 

Jesus Christus,

du siehst, wie ich immer wieder versage,

mich nicht zu dir bekenne,

mein Leben nicht so lebe, wie es sich für einen deiner Nachfolger gehört -  ich schäme mich dafür.

Aber du siehst mein Herz und siehst, dass ich dich lieb habe.

Danke, dass du mir vergibst und mir nichts nachträgst.

Danke für jeden Neuanfang, den du mir immer wieder schenkst.

Amen.

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Jesu Zusage - Meine Kraft

Jesus spricht:

„Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Matthäus 28
 


„Dann werde ich den Vater bitten, dass er euch an meiner Stelle einen anderen Helfer gibt, der für immer bei euch bleibt. Dies ist der Geist der Wahrheit. Die Welt kann ihn nicht aufnehmen, denn sie ist blind für ihn und erkennt ihn nicht. Aber ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch leben. Nein, ich lasse euch nicht als hilflose Waisen zurück. Ich komme wieder zu euch.“

Johannes 14

Jesus Christus,

du bist gestorben, auferstanden und in den Himmel aufgefahren. Eines Tages wirst du wiederkommen und alles neu machen. Doch in der Zwischenzeit brauchen wir dich. Lass uns nicht alleine, sondern halte dein Versprechen, zu jeder Zeit und an jedem Ort bei uns zu sein. Dann können wir getrost und mutig in die Zeit gehen, die vor uns liegt.

Amen.